16.09.2026

Democracy Day 2026

Wir brauchen die Demokratie - Die Demokratie braucht uns 

Pflegen wir unsere Demokratie

In Zeiten, in denen demokratische Rechte weltweit auf die Probe gestellt werden, erinnert uns der Internationale Tag der Demokratie an die Bedeutung, unsere Demokratie im Alltag zu pflegen und lebendig zu halten. Am 15. September feierte die Schweiz deshalb bereits zum fünften Mal den Internationalen Tag der Demokratie – mit Podiumsdiskussionen in den Gemeinden zu aktuellen politischen Themen, Filmvorführungen oder kreativen Projekten in Schulen und Bibliotheken.

Auch am Theresianum Ingenbohl wurden an diesem Tag Räume für Partizipation, Begegnung, Dialog und Reflexion geschaffen. Begleitet wurde der Democracy Day von der Sensibilisierungskampagne «Pflegen wir unsere Demokratie!», welche von der nationalen Koordinationsstelle Campus Demokratie initiiert wurde. Mit Motiven aus dem Alltag erinnert sie daran, dass auch Demokratie – wie ein Haustier oder eine Pflanze – unsere kontinuierliche Pflege und Aufmerksamkeit braucht. Denn ein Blick auf das aktuelle Weltgeschehen zeigt, dass es wichtiger denn je ist, unserer Demokratie Sorge zu tragen. Eine Demokratie funktioniert nicht von allein, sondern braucht Menschen, die mitgestalten, mitreden und Verantwortung übernehmen. Der Tag der Demokratie bietet genau diese Gelegenheit.

Erneut konnten viele spannende und stufenübergreifende Workshops angeboten werden, um die Schüler*innen auf beeindruckende Weise zum Lernen, Reflektieren und Erleben von Demokratie anzuregen. Der Anlass hat gezeigt, dass Demokratie am Theresianum Ingenbohl gelebt, lebendig gehalten und gestärkt wird – indem wir zu ihr Sorge tragen und sie aktiv pflegen, jeden Tag aufs Neue!

Text: Tina Sarli

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Demokratie hautnah

Zwischen 08:00 und 12:10 Uhr tauschten die Lernenden den gewohnten Stundenplan gegen Debatten, Podiumsgespräche und den direkten Austausch mit Politiker*innen – organisiert von der Steuergruppe der Schule in Zusammenarbeit mit den Vereinen Discuss it und YES Swiss, die sich beide der Förderung von Debattier- und Diskussionskultur bei jungen Menschen verschrieben haben.

Je nach Klasse erwartete die Jugendlichen eines von zwei Programmen.

Die Klassen FMP, FMS 3 und GYM 3/4 vertieften sich in der Aula und in den Debattierräumen in die Kunst des Debattierens. Nach der gemeinsamen Eröffnung ging es in kleinen Gruppen ans Eingemachte: Recherche zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen, ein Input zu Eröffnungsrede und Auftritt, und schliesslich zwei kurze Debatten samt Feedback – begleitet von den Fachlehrpersonen. Zum Abschluss reflektierten die Gruppen im Plenum anhand von Leitfragen, was sie aus dem intensiven Vormittag mitnehmen. Wer schon einmal versucht hat, in wenigen Minuten eine überzeugende Gegenposition aufzubauen, weiss: Das ist harte, aber lohnende Übung in demokratischer Streitkultur.

Für die Klassen FMS 1/2, GYM 1/2 und SEK stand ein anderes Format im Zentrum: eine Podiumsdiskussion mit Politiker*innen zum Thema Mobilität, gefolgt von einem Parteienbasar. In der Aula diskutierten die Gäste aus der Politik kontrovers über Verkehrs- und Mobilitätsfragen – ein Thema, das die Jugendlichen unmittelbar betrifft, von der Schulwegplanung bis zur Zukunft des öffentlichen Verkehrs. Im Anschluss zogen die Teilnehmenden in den Lichthof und in die Schulzimmer um: An den Marktständen von FDP, SVP, Mitte, GLP und SP kamen die Lernenden in Kleingruppen direkt mit Parteivertreter*innen ins Gespräch, konnten nachfragen, nachhaken und eigene Positionen austesten. Damit möglichst viele in den Genuss beider Programmteile kamen, lief der Bazar in zwei Durchgängen.

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Bild oben: Petra Schelbert (ehemalige Maturandin des Theresinums) findet deutliche Worte in ihrer Eröffnungsrede

Hinter den Kulissen steckte einiges an Logistik: von der technischen Ausstattung der Aula über Wegweiser mit Parteilogos bis zu kleinen Geschenken für die Podiumsteilnehmenden und das Standpersonal – ein Kraftakt, den die Steuergruppe gemeinsam mit Hausdienst, Empfang, Küche, Sekretariat und IT gestemmt hat.

Der Democracy Day ist mehr als ein Programmpunkt im Jahreskalender. Er gibt den Jugendlichen einen geschützten, aber realitätsnahen Raum, um zu erleben, wie Meinungsbildung, Debatte und politisches Engagement tatsächlich funktionieren – gerade in einem Land, in dem direkte Demokratie gelebter Alltag ist. Wer heute lernt, Argumente zu prüfen, Gegenpositionen auszuhalten und das eigene Wort zu finden, ist morgen bereit, an der Urne und im gesellschaftlichen Diskurs mitzureden.

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Ein herzliches Dankeschön geht an Discuss it und YES Swiss für die Zusammenarbeit sowie an alle Politikerinnen und Politiker, die sich Zeit für die Fragen unserer Lernenden genommen haben. Der nächste Democracy Day kommt bestimmt – und mit ihm die nächste Generation, die lernt, ihre Stimme zu erheben.



Credits

Planung und Durchführung:
Steuergruppe, Tina Sarli, Daniela Riedweg

Partner:
Verein Discuss it, Zürich - https://www.discussit.ch |
Verein YES swiss - https://yes.swiss/

Begrüssung: Rektorin Christine Durrer-Gläsle
Einführung: Tina Sarli, Daniela Riedweg
Eröffnungsrede: Petra Schelbert, ehem. Maturandin des Theresianums
Moderation Podium: Mirjam Lüdet

Gesprächspartner Podium: 
Thomas von Euw, SVP | Fabian ab Yberg, FDP | Jonah Weibel, Junge Mitte | Ruth von Euw, GLP | Martin Raña, SP

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Autor: Daniel Steiner