Zu Gast im Podcast "Laut + Leis"
Graziella Contratto ist international als Dirigentin bekannt. Jetzt hat die bald 60-jährige Schwyzerin aus einer persönlichen Krise heraus ihren ersten Roman veröffentlicht. Darin blickt sie zurück auf ihre Kindheit in Schwyz in den 1970er-Jahren und reflektiert über ihr Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche, das sich im Laufe der Zeit gewandelt hat.
Von 1981 bis 1986 besuchte Contratto das Gymnasium im Theresianum Ingenbohl. Anfang Mai dieses Jahres war sie zu Gast im Podcast «Laut + Leis» von kath.ch. Im Katholischen Medienzentrum in Zürich traf sie sich mit Sandra Leis und erzählte von ihrer katholischen Prägung in Schwyz sowie von ihren Erfahrungen im Theresianum.
Auszug aus dem Artikel von Sandra Leis:
Wer auf Wikipedia nach der einstigen Töchternschule Theresianum Ingenbohl sucht, die seit kurzem für alle Geschlechter offen ist, stösst auf eine illustre Reihe von Absolventinnen: Micheline Calmy-Rey, Carla Del Ponte, Eveline Hasler, Annemarie Huber-Hotz, Emilie Lieberherr – und Graziella Contratto.
Sie besuchte das Gymnasium von 1981 bis 1986 als externe Schülerin und sagt im Podcast «Laut + Leis»: «Wir haben erlebt, was es heisst, Wissen als persönlichkeitsförderndes Material zu behandeln.» Sie schwärmt vom Deutsch- und Religionsunterricht, in dem auch Befreiungstheologie ein zentrales Thema gewesen sei.
Die Ingenbohl-Schwester und Musiklehrerin Cécile Leimgruber habe Musikgeschichte so packend und umfassend unterrichtet, dass Contratto das spätere Klavierstudium am Konservatorium in nur zweieinhalb, statt in vier Jahren absolvieren konnte. «Das habe ich ihr und natürlich auch meiner Klavierlehrerin Grazia Wendling zu verdanken.»
Steile Karriere
Die Grundidee im Theresianum sei gewesen, dass alle Schülerinnen eine ausgezeichnete Ausbildung erhalten, studieren, Karriere machen und vielleicht eine Familie gründen. «Uns wurde ein erstaunlich modernes Frauenbild vermittelt», sagt Contratto und setzt es in ihrem Leben um.
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